Teil 1 Flüchtlinge von früher

Bild: Adiyanti Sutandyo-Buchholz

 

„ ... Wir gehörten in Tschechien zu den dort lebenden Deutschen. Ich ging dort auch in eine deutschen Schule.... Wir waren trotz der gleichen Sprache fremd in Deutschland! Wir wurden nicht so gut von den Einheimischen angenommen. Einige Kinder hänselten sogar meinen Bruder, weil sie sein Deutsch angeblich nicht verstanden....“ ​(Frau Schmidt)

 

„ ... Bis 1998 lebte ich in Sri Lanka. Von 1978 bis 2009 gab es einen Bürgerkrieg zwischen der tamilischen und singhalesischen Ethnie. Mein Vater wurde von einer Bombe, die von singhalesischen Truppen geworfen wurde, getötet. Meine drei Brüder wurden ebenfalls ermordet. Ich saß selber viermal im Gefängnis.... Das Leben im Flüchtlingsheim war sehr langweilig....“ (Mathy)

 

„ ... Ich komme ursprünglich aus Kosovo.... Bereits damals empfingen Deutsche uns Flüchtlinge offen und gastfreundlich. Es gab aber zu der Zeit auch Rechtsradikale, die vor Asylheimen randalierten.... Man musste im Beruf oder im sozialen Leben oftmals beweisen, dass man als Flüchtling auf ehrlicher Basis arbeitet und lebt....“ (Leni)

 

„... Im sozialen Leben wurden wir − die Kosovo Albaner − von Einheiten der serbischen Armee unterdrückt.... Auf der Flucht: Nachts mussten wir aus dem Bus aussteigen − im Winter und im Dunkeln. Der Schnee ging uns bis zu den Knien und wir liefen gegen den kalten Wind bis zur Grenze.... Heute lebe ich in Esslingen glücklich mit meinem Mann und meinen Kindern....“ (Bute)

 

Verfasserin: Adiyanti Sutandyo-Buchholz

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